Im Rahmen des Projektes „WienerWand“ werden in der Stadt Wien neue legale Flächen für die Nutzung durch GraffitimalerInnen zur Verfügung gestellt. Das Projekt ist ein Teilbereich des „Wiener Graffiti-Konzeptes“, das im Jahr 2004 durch einen Arbeitskreis unter Leitung des Büros für Krisenintervention und Sofortmaßnahmen der Magistratsdirektion Wien entwickelt wurde. Mit dem Jahr 2005 hat netbridge den Auftrag zur Umsetzung des Konzeptes erhalten.

„WienerWand“ umfasst folgende Punkte:

  • Erfassung weiterer möglicher Flächen:  Im Mittelpunkt der Bemühungen von netbridge stehen derzeit Flächen im Besitz der öffentlichen Hand. Wichtig ist dass die Flächen für Sprayer attraktiv, also gut sichtbar und gut erreichbar, sind, aber auch von Anrainern akzeptiert werden. Für Sondermüllbehälter zur Entsorgung leerer Farbdosen muss ebenfalls gesorgt werden.
  • Kennzeichnung der legalen Flächen durch optische Begrenzung und ein eindeutiges Logo welches nicht zu entfernen oder zu übersprühen ist. Dieses Logo wurde von Graffitikünstlern entworfen und umgesetzt. Zugleich wurde mit Wienerwand auch eine Bezeichnung für die Freien Flächen gesucht, die in der Graffitiszene guten Anklang finden kann.
  • Broschüre: in einem Informationsfolder werden die Adressen der legalen Flächen angeführt. Für Anfänger wird eine kurze Einführung in den „Verhaltenskodex“ der Szene gegeben. Auch bei der Gestaltung von Broschüre und Text arbeitet netbridge mit Sprayern zusammen.
  • Website: www.wienerwand.at
    Unterstützend zur Broschüre sind alle relevanten Informationen auf einer Website zu finden.
  • Öffentlichkeitsarbeit: Parallel zu diesen Maßnahmen läuft entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, durch die das oft negative Image der Sprayer verbessert und die Bedeutung von Graffiti-Kunst in der Jugendkultur und in der Stadtgestaltung thematisiert werden soll.